So formulieren Sie eine Stellenanzeige richtig

So Formulieren Sie eine Stellenanzeige richtig

Ziemlich in jeder Tageszeitung findet man sie: die Rubrik mit den Stellenanzeigen. Und wohl die meisten von uns haben schon mal einen Blick darauf geworfen, ohne jetzt wirklich auf der Suche nach einen neuen Job zu sein.
Wenn Sie selber eine Stellenanzeige aufgeben (müssen), dann sollten Sie vorab ein paar Fragen für sich klären:

  • Wem wollen Sie mit Ihrer Stellenanzeige ansprechen?
    Bevor Sie Ihre Stellenanzeige schreiben, definieren Sie, welche Zielgruppe bzw. Arbeitnehmergruppe Sie damit ansprechen möchten.
  • Welche Anforderung haben Sie für die zu vergebende Stelle?
    Damit nicht hunderte Bewerbungen auf Ihrem Schreibtisch eintreffen, von denen Sie im voraus ein Dutzend aussortieren müssen, überlegen Sie genau, was für Anforderungen für den zu vergebenden Beruf benötigt sind.
  • Wie sollen Sich Interessenten bei Ihnen bewerben?
    Überlegen Sie genau wie sich die Interessenten bei Ihnen bewerben sollen. Reicht eine telefonische Kontaktaufnahme oder möchte Sie Bewerbungen direkt schriftlich haben? Welche Unterlagen werden benötigt?

Zehn Tipps für das erfolgreiche Stelleninserat

  • Schreiben Sie leserfreundlich und präzise: Vermeiden Sie abstrakte Formulierungen, passive Verben, komplizierte Sätze, Pleonasmen und/oder Schachtelsätze.
  • Schreiben Sie prägnant: Erfolgreiche Stelleninserate sind so ausführlich wie nötig und so kurz wie möglich. Welche Informationen Sie in das Stelleninserat verpacken sollten, erfahren Sie in der „Checkliste – das sollte im Stelleninserat stehen!“
  • Schreiben Sie eindeutig! Die Anzeige sollte schon beim ersten Lesen klar sein.
  • Verwenden Sie den Verbalstil, also Verben statt abstrakter Substantive (nicht: „Sie sind der Baustein zur Optimierung unseres Pflegedienstes“, besser: „Verstärken Sie unseren Pflegedienst!“).
  • Schreiben Sie verständlich und vermeiden Sie abstruse Wortschöpfungen wie „Gesamtleiter Gebäude“ oder „Schaltstelle Personalwesen“.
  • Denken Sie daran: Ein Stelleninserat wirkt dann am besten, wenn sich der Leser persönlich angesprochen fühlt.
  • Vermeiden Sie Floskeln, die die Jobanforderungen nicht wirklich beschreiben: „Flexibilität“, „Teamfähigkeit“ und „Selbstständigkeit“ sind nach einer Untersuchung des Magazins „Schweizer Arbeitgeber“ die in Stelleninseraten am häufigsten geforderten Eigenschaften. Ebenfalls beliebt, aber wenig hilfreich sind „Anpassungsfähigkeit“, „Belastbarkeit“ und „Kommunikationsfähigkeit“.
  • Erstellen Sie vor der Ausschreibung ein möglichst konkretes Anforderungsprofil und stimmen Sie den Text des Inserats darauf ab.
  • Achten Sie auf geschlechtsneutrale Formulierungen, die gleichermaßen Männer wie Frauen ansprechen.

Was soll eine Stellenanzeige enthalten?

Eine Stellenanzeige soll zum einen

  • Aufmerksamkeit erregen (sie soll ja gelesen werden),
  • informieren: über das Unternehmen selbst z.B. Standort, Größe, Branche etc., Bewerbungsprozess z.B. Bewerbung per Mail oder per Post, Fristen,…
  • Anforderungen: Welche Kompetenzen werden verlangt, welche Fähigkeiten muss der Bewerber mitbringen, was wird vom Bewerber erwartet, also Ausbildung, Berufserfahrung, zusätzliche Qualifikationen…
  • welche Konditionen werden vom Unternehmen geboten: z.B. Entwicklungsmöglichkeiten, überdurchschnittliches Gehalt, Dienstauto…
  • Kontaktinformationen: Name, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse, an wen ist die Bewerbung zu richten.

Checkliste – das sollte im Stelleninserat stehen!

Geben Sie soviel wie möglich über die zu vergebende Stelle in Ihren Unternehmen an, ohne dabei in lange und komplizierte Umschreibungen zu verfallen. Wichtig, beschreiben Sie die zu vergebende Stelle ehrlich, verständlich und positiv und schaffen dabei einen Anreiz für den Arbeitnehmer ohne dabei die Stelle zu beschönigen.

  • Beschreiben Sie Ihr Unternehmen: Informieren Sie über Branche, Unternehmensgröße, Zahl der Mitarbeiter, Besonderheiten und Schwerpunkte, evt. auch über Zukunfts- und Erweiterungspläne. Beschreiben Sie die ungefähre Lage und Erreichbarkeit und die Gründe für die Neubesetzung.
  • Informieren Sie über die gewünschten Qualifikationen der Bewerber: Denken Sie an eine exakte Stellenbezeichnung, an eine unmissverständliche Beschreibung der Aufgaben und informieren Sie eventuell auch über die Stellung in der betrieblichen Hierarchie.
  • Informieren Sie über die gewünschte Ausbildung und Erfahrung der Bewerber: Welche Schul- und Berufsabschlüsse, welche speziellen Kenntnisse und Fähigkeiten (z.B. Sprachen oder EDV-Kenntnisse), welche Dauer der Berufspraxis und sonstige Fähigkeiten erwarten Sie?
  • Berichten Sie über die Leistungen Ihres Unternehmens: Handelt es sich um eine Dauerstellung (Vollzeit oder Teilzeit) oder um eine Karenzvertretung? Gibt es Aufstiegsmöglichkeiten, Zusatzleistungen wie Dienstfahrzeug, Mittagstisch, zusätzliche Urlaubsansprüche, Hilfe bei der Wohnungssuche oder sonstiges?
  • Geben Sie die gewünschte Art der Bewerbung an: Bevorzugen Sie eine schriftliche oder eine telefonische Kontaktaufnahme? Welche Bewerbungsunterlagen (Zeugnisse, Referenzen, handschriftlicher Lebenslauf etc.) sind erforderlich?